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Stützpunkttraining mit Wolfi Heindel PDF
Sunday, 18. January 2009
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Auf vielfache Anfrage hat Wolfgang Wegner den Ju-Jutsu Weltmeister 2004, Wolfgang Heindel, als Referenten zum Stützpunkttraining am 16.01.2009 nach Regensburg eingeladen. Sein Thema, Bodentechniken bzw. der Übergang Stand - Boden. Als Referent stand Wolfi sicher schon unzählige Male auf dem gewohnten Untergrund, doch beim Stützpunkttraining in Regensburg war er das erste Mal. Nach der Begrüßung galt sein erster Kommentar der Wertschätzung des Regensburger Dojos, und da man den Wolfi wohl als den Jamie Oliver des Ju-Jutsu bezeichnen kann, hat er mit Sicherheit schon relativ viele Dojos von innen gesehen.

 

Mit den Worten "... wir werden heute sauviel Spass haben." starteten wir in die lockere Aufwärmphase mit viel Bewegung und ein paar Rollen um "rund" zu werden, bevor der Wolfi uns seine "Lauerposition"erklärte. 

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Doch diese zwar etwas merkwürdig anmutende Position hat auch ein paar interessante Vorteile. Dadurch das die Arme und Beine außerhalb der Reichweite des Gegners liegen, kann dieser diese auch nicht unmittelbar angreifen. Weiterhin eignet sich diese Position optimal, um den Übergang vom Stand in den Boden exemplarisch zu üben. Dies sollte in zahlreiche Beispielen später noch verdeutlicht werden. Das diese Position jedoch keinerlei festlegende Wirkung hat erklärt sich wohl auch von selbst, jedoch ist eine Befreiungshandlung genau das worauf der Wolfi zu Beginn in dieser Positon wartet, um dann entsprechend flexibel darauf reagieren zu können.

Als mögliche Reaktion bot sich zum Beispiel gleich die Rolle unter dem Gegner durch an, die wir im Aufwärmtraining bereits vorbereitet hatten. Dabei wird die "Lauerposition" in die Richtung gedreht in die der Gegner versucht den "Lauerer" abzuwerfen sodass man quer, mit einem Bein auf der einen, dem anderen auf der gegenüberliegenden Seite des Partners sitzt. 

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Das vordere Bein hakt unter dem Bauch des Gegners ein, mit einer Hand wird der Arm und mit der anderen das Bein des Gegners fixiert und dann unten durch abgerollt, 

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wodurch eine interessante Situation entsteht. Wo bzw. was dabei jeweils genau fixiert wird, sollte man ausprobieren, dabei ergeben die verschiedenen Griffe unterschiedliche Variationen der letztendlichen Technik. Vom Hebel bis zum Würger ist dabei nahezu alles möglich.

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Im zweiten Teil der Trainingseinheit zeigte uns Wolfi einige interessante Techniken um eine scheinbar vorteillose, eigene bodenlage zum stehenden Gegner schnell und einfach in eine Umkehrsituation zu verwandeln. In einer solchen Situation bietet es sich an aus der Guard-Position die Beweglichkeit des stehenden Gegners über dessen Knie einzuschränken. Hierfür werden die eigenen Füße von vorn in die Kniekehlen des stehenden eingehakt und gespreizt, was dazu führt das dieser sich trotz offensichtlich besserer Position schon nur noch eingeschränkt bewegen kann. 

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Wenn der Gegner nun versucht einen Fuß anzuheben um den am Boden liegenden zu treten, kann dieser mit dem eingehakten Bein diese Bewegung weiterleiten und den Gegner zu einer Drehung bringen, sodass dieser mit dem Rücken zum Verteidiger steht. Aus dieser Position kann der Verteidiger den Angreifer an den Hüften zu Boden ziehen. Wenn man dabei, bei entsprechendem Timing, über die noch eingehakten Füße die Beine des Gegners nach vorne lupft, kann man diesen in eine ziemlich prekäre Situation verhelfen. Auch zu dieser Technik gab es noch einige Variationen zum trainieren.

Die zwei Stunden vergingen viel zu schnell. Das erste Stützpunkttraining für den Wolfi und auch das erste im Jahr 2009 war wohl durchaus ein voller Erfolg. Es gab viel zu lernen, nahezu ausschließlich nicht-alltägliche Trainingsinhalte und vor allem sauviel Spass. 

Leider begleitete uns unser Referent nicht mehr mit zum Stammitaliener. Ob das daran lag das er wohl gerne etwas kulinarischer speist, wie man unter anderem auf seiner Homepage (http://www.wolfgang-heindel.de/)  bestaunen kann? - bleibt wohl zumindest bis zum nächsten mal ein Rätsel.

Vielen Dank für das klasse Training,

Jürgen Albersdorfer, Team Bushido Weiden

 
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