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Landeslehrgang Technik Weiterführung und Messer in Weiden Wolfgang Wegner und Sepp Sträußl PDF
Sunday, 30. July 2017

Mehr als 50 Ju-Jutsukas konnte Abteilungsleiter Erwin Bauer vom ausrichtenden „Team Bushido“  zum Landeslehrgang in Weiden begrüßen.

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Die beiden Referenten, Wolfgang Wegner mit dem Thema „Weiterführung“ und Sepp Sträußl  mit dem Thema „Spitze Gegenstände“,
sprich Messer, teilten gleich nach dem Aufwärmen die Teilnehmer in zwei Gruppen auf. Sepp schnappte sich zunächst die höheren Graduierungen ab Blaugurt aufwärts, und begann mit dem schwierigen Problem eines versuchten Mehrfachangriffs. Stich von außen mit rechts zum Hals der geblockt wird, Schnitt diagonal nach unten und danach Stich von innen wieder zum Hals.Er zeigte den Teilnehmern verschiedene Lösungsmöglichkeiten, betonte dabei aber immer, dass sich vor allem die höheren Danträger ihr System entwickeln müssen, welches zu ihnen passt und das auch unter Stress funktionieren muss. Er betonte, dass es ein reiner Glückfall ist, wenn man bei einer Auseinandersetzung mit einem versierten Messerangreifer ohne Verletzung davon kommt.
Zur gleichen Zeit erarbeitete Wolfgang mit den unteren Graduierungen das Thema Weiterführung, beginnend mit der Grundübung aus dem Programm zum Orangegurt, vom Armbeugehebel zum Armstreckhebel und umgekehrt. Hier sind beide Partner gefordert auf die jeweilige Aktion zu reagieren und mit der Reaktion wieder eine Aktion (Weiterführung) zu provozieren. Mit dem Hüftwurf und dem Armriegel wurde das Thema Weiterführung ausführlich geübt.


Nach knapp zwei Stunden konnte man sich am bereitgestellten Kaffee- und Kuchenbuffet stärken. Danach wurde gewechselt. Sepp übernahm die unteren Kyugrade und führte sie in die Abwehr gegen Messerangriffe ein.


Er legte viel Wert darauf, dass mit möglichst gleichen oder ähnlichen Maßnahmen auf verschiedenste Angriffe reagiert werden kann. Die Abwehr muss in Fleisch und Blut übergehen, ohne lange nachdenken zu müssen, denn dafür ist bei diesen lebensgefährlichen Angriffen keine Zeit. Auch hat man bei dem großen Technikprogramm, welches im Ju-Jutsu zu bewältigen ist, viel zu wenig Zeit Waffenabwehr intensiv zu trainieren.


Nebenan auf der Matte bereitete Wolfgang die höheren Kyu- und Dangrade mit Reaktionsübungen auf das Thema Weiterführung vor. Er legte sehr viel Wert darauf, dass die geforderte Technik auch realistisch durchgezogen wird und die Verhinderung nicht zu früh erfolgt. Das die Weiterführungstechnik danach, nicht gegen die Kraft bzw. und die Bewegung der Verhinderung gerichtet sein sollte, war beim Hüftwurf, Schulterwurf und Beinstellen noch relativ klar und eindeutig erkennbar. Schwierig wurde es dann beim Kopfwurf bzw. beim Seitstreckhebel. Aber nachdem Wolfgang einige Lösungen aufzeigte und vormachte, wurden auch diese Aufgaben von den Teilnehmern meist erfolgreich umgesetzt.


Die Zeit verging wie im Flug. Mit einem riesen Applaus und jeweils einem Geschenk vom Ausrichter wurde, beiden Referenten gedankt, die durch die Teilung der Teilnehmer vier Stunden am Stück gefordert waren. Herzlichen Dank für ihr großes Engagement. Wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen.

 

Link zu den Bildern: https://goo.gl/wyj8dN

 
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