Am 18.04.2026 fand in der Sporthalle in Germering ein hochkarätiger Benefiz-Landeslehrgang im Ju-Jutsu statt. Unter der Leitung von Referent Stefan Matthießen stand der Lehrgang ganz im Zeichen des Themas „Selbstverteidigung in Realität und Prüfung“.
Neben unglaublichen 138 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren auch Vanessa und Christian vom Team Bushido vertreten. Besonders erfreulich: Im Rahmen des Benefizlehrgangs konnten über 7.000 Euro an Spenden zugunsten der Stiftung Kinderherzen gesammelt werden – ein großartiges Ergebnis für den guten Zweck.
Den theoretischen Einstieg bildete eine anschauliche PowerPoint-Präsentation, in der die verschiedenen Phasen einer Konfliktsituation ausführlich erläutert wurden. Thematisiert wurden die Pre-Eskalationsphase, die Eskalationsphase sowie die Post-Eskalationsphase. Ergänzt wurde dies durch wichtige Aspekte der Deeskalation, untermauert mit praxisnahen Beispielen aus realen Situationen. Vor allem wurde dargestellt, dass Deeskalation bei einem selbst beginnt.
Im anschließenden praktischen Teil lag der Fokus des Aufwärmens auf Bewegung und Schulung der Aufmerksamkeit. Dabei wurde viel gelaufen und die Reaktionsfähigkeit trainiert. Besonders realitätsnah wurde dies durch eine Übung gestaltet, bei der Messer unter den Teilnehmern herumgereicht wurden und auf ein Signal hin ein Angriff erfolgte, der geblockt werden musste.
Darauf aufbauend wurde intensiv das Reaktions- und Abstandsverhalten geschult. Eine zentrale Übung bestand darin, auf Signal, sich umzudrehen und anschließend unmittelbar und angemessen auf die Situation zu reagieren. Diese Trainingsform wurde anschließend in verschiedenen Varianten weiter vertieft – z.B. mit Ohrfeigen, Fußstößen, Messerangriffen sowie Angriffe durch zwei Personen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Verteidigung gegen mehrfache Messerstiche sowie Schnittbewegungen von links nach rechts und zurück. Hier wurden wirkungsvolle und praxisnahe Lösungsansätze demonstriert und trainiert.
Den Abschluss des Lehrgangs bildeten zwei intensive Stresstests, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fähigkeiten unter Belastung beweisen mussten. Zunächst wurde ein Schlagpolster geschlagen, während gleichzeitig gezielt Störungen eingebaut wurden. Im direkten Anschluss erfolgte ein überraschender Angriff auf Signal – entweder durch einen Fußstoß oder einen Messerangriff – um die zuvor erlernten Techniken unter realitätsnahen Stressbedingungen anzuwenden.
Der Benefiz-Landeslehrgang war somit nicht nur sportlich und fachlich ein voller Erfolg, sondern setzte auch ein starkes Zeichen für soziales Engagement.



