Rothenstadt (Weiden i. d. OPf.), 19.09.2025

Am vergangenen Wochenende fand ein internes Stützpunkt-Training unter der Leitung von Dozent Gunther Wührl (6. DAN Ju-Jutsu, Trainer und Prüfer) statt. Wührl ist seit 1995 Abteilungsleiter Ju-Jutsu & Kickboxen beim ATSV Tirschenreuth und gilt als erfahrener Ausbilder mit Schwerpunkten in Selbstverteidigung, Einsatztraining und modernen Ju-Jutsu-Konzepten.

Im Training standen vor allem Schlag- und Kombinationstechniken im Vordergrund, die sowohl zur Aufwärmung als auch zur realistischen Anwendung in Selbstverteidigungssituationen trainiert wurden.

Aufwärmen mit Schlagkombinationen

Zum Einstieg wurden 2er- und 3er-Kombinationen geübt – Führhand und Schlaghand in Verbindung mit Kicks. Diese dynamischen Abläufe sorgten nicht nur für ein effektives Warm-up, sondern auch für ein erstes Gefühl für Timing und Distanz.

Schlag- und Abwehrtechniken an der Pratze

Im Hauptteil lag der Schwerpunkt auf SV-Techniken:

Führhand-Schlaghand-Kombinationen direkt gegen Pratzen. Führhand-Schlaghand mit Passivblock zum Kopf und anschließender Ellenbogentechnik gegen den Kopf (Pratze).

Passivblock gegen eine herannahende Makiwara-Attacke mit Konter in Form von Faustschlägen und Knieschlägen.

Hier zeigte sich deutlich, wie wichtig es ist, Abwehr und Gegenangriff nahtlos zu verbinden – eine Kernbotschaft von Wührls Lehrstil, der stets Praxisnähe und Umsetzbarkeit betont.

Szenariotraining: alle gegen einen

Zum Abschluss stand ein besonders forderndes Szenario-Training auf dem Programm: Ein Verteidiger begann in Bauchlage am Boden, während alle anderen gleichzeitig angriffen. Ziel war es, die zuvor erlernten Techniken unter Drucksituationen umzusetzen.

Alle Übungen waren time-boxed – also klar zeitlich begrenzt. Das erzeugte hohen Druck, förderte Konzentration und half, die Techniken nicht nur korrekt, sondern auch zügig und entschlossen einzusetzen.

Fazit

Das Training bot eine gelungene Mischung aus Technik, Realismus und Belastungssimulation. Dank der langjährigen Erfahrung und der praxisnahen Vermittlung von Dozent Gunther Wührl (6. DAN) konnten die Teilnehmer wertvolle Erkenntnisse sammeln, wie man auch unter Stress handlungsfähig bleibt und die gelernten Kombinationen effektiv einsetzt.

Zum Abschluss brachte Wührl die Kernbotschaft noch einmal auf den Punkt:

„In Stresssituationen ist es wichtig, nie den Überblick zu verlieren und sich immer wieder Raum zu verschaffen.“

Ein herzliches Dankeschön an Gunther Wührl für das gelugene Training!

Kategorien: Lehrgang

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