Weiden i. d. OPf., 09.05.2026

In der Mehrzweckhalle Weiden fand ein hervorragend besuchter Ju-Jutsu Landeslehrgang statt. Mit über 260 Mattenflächen und mehr als 40 Teilnehmern bot die Halle optimale Bedingungen für ein intensives und praxisnahes Training in der Weiden in der Oberpfalz. Das Thema des Lehrgangs lautete „Gegentechnik und Weiterführung von Würfen“. Als Referenten führten Armin Hausmann und Holger Kahlert souverän und mit viel Erfahrung durch die Einheiten.

Bereits das Angrüßen sorgte mit den ruhigen Klängen einer Klangschale für eine konzentrierte und besondere Atmosphäre. Anschließend folgte ein lockeres Aufwärmen, das schon gezielt Elemente für das spätere Techniktraining enthielt. Im Fokus standen dabei das Brechen des Gleichgewichts sowie das gezielte Positionieren des Gegners, um ihn in eine vorteilhafte Lage für den Wurf zu bringen.

Im technischen Teil wurden verschiedene Würfe intensiv erarbeitet, darunter die kleine Innensichel, der Hüftwurf, der Schulterwurf sowie das Beinstellen. Diese Techniken wurden nicht isoliert, sondern konsequent als Gegentechniken und als Weiterführungen trainiert, sodass ein direkter Bezug zur Anwendung in realistischen Situationen hergestellt wurde.

Besonders interessant war die Struktur der Trainingsgruppen, in denen die Inhalte differenziert geübt wurden: Es wurde sowohl Gegentechnik mit Augenbinde als auch ohne Augenbinde trainiert, ebenso wie Weiterführungen mit und ohne Augenbinde. Das Training mit Augenbinde stellte dabei eine besondere Herausforderung dar, da sich die Teilnehmer vollständig auf Körperkontakt, Gleichgewicht und Timing verlassen mussten und visuelle Reize wegfielen.

Die Referenten bauten die Techniken systematisch von Grund auf auf, sodass jede Graduierungsstufe mitgenommen wurde und sich niemand überfordert fühlte. Dadurch konnten sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene gleichermaßen profitieren und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Würfen aus der Statik und Dynamik. Hier wurden realistische Angriffe trainiert, beispielsweise das dynamische Aufnehmen einer Ohrfeige mit anschließendem direkten Wurf oder das Blocken einer Ohrfeige mit sofortiger Weiterführung in eine Wurftechnik. Diese Kombination aus Reaktion, Timing und Technik sorgte für besonders praxisnahe Trainingssituationen.

Insgesamt bot der Landeslehrgang eine sehr gelungene Mischung aus technischer Tiefe, methodischem Aufbau und realitätsnaher Anwendung. Die große Teilnehmerzahl und die hervorragende Mattenausstattung trugen zusätzlich zu einem intensiven und erfolgreichen Trainingstag bei, der allen Beteiligten viele neue Impulse für das weitere Ju-Jutsu-Training mitgab.

Ein besonderer Dank gilt abschließend den Referenten Armin Hausmann und Holger Kahlert für die hervorragende Gestaltung und Vermittlung der Lehrgangsinhalte.

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