Rothenstadt (Weiden i. d. OPf.), 21.11.2025.
Beim jüngsten internen Stützpunkttraining unter der Leitung von Alexander Kraus stand eines im Vordergrund: Realistische Selbstverteidigung unter Stress. Die Teilnehmenden erwartete ein forderndes und praxisnahes Training, das deutlich zeigte, wie sehr Stress, Überraschung und Überforderung eine reale Selbstschutzsituation beeinflussen können.
Selbstverteidigung unter Stress – realitätsnah trainiert
In mehreren Übungen wurde eine einzelne Person von einer Gruppe von drei bis vier Angreifern bedrängt. Mit Pratzen und Schlagpolstern erzeugten die Angreifer intensiven Druck – sowohl im Stand als auch am Boden. Ziel war es, den Teilnehmenden zu verdeutlichen, wie es sich anfühlt, wenn Stress, Enge und Chaos auf einmal zusammenkommen.
Achtsamkeit als Schlüssel
Zwischen den Übungen überprüfte Alexander Kraus immer wieder die Achtsamkeit der Teilnehmenden. Auf sein Signal „Stopp!“ mussten alle sofort stehen bleiben, die Augen schließen und Fragen zur Umgebung beantworten – beispielsweise:
- Welche Schuhe trägt ein bestimmter Teilnehmer?
- Wie viele Basketballkörbe hängen in der Halle?
- Wo und wie viele Notausgänge gibt es?
Diese Übung machte eindrucksvoll klar, wie wichtig es ist, die Umgebung aktiv wahrzunehmen und mögliche Fluchtwege im Blick zu behalten.
Gezielte Störungen & Einschränkungen für mehr Realismus
Um den Stresslevel weiter zu erhöhen, baute der Trainer verschiedene Störreize und Einschränkungen ein:
- Wasserspritzer
- Geschrei und Beleidigungen
- kurzer Drehschwindel
auch simuliert wurde die Einschränkung des Sichtfelds: Ein Auge wurde mit einer Augenbinde abgedeckt, um den Verlust der räumlichen Wahrnehmung zu spüren.
Diese Elemente zwangen die Teilnehmenden dazu, trotz Ablenkungen und eingeschränkter Sinne handlungsfähig zu bleiben und ihre Technik anzupassen.
Reaktionen der Teilnehmenden
Am Ende des Trainings war vor allem eines spürbar: Überraschung darüber, wie fordernd solch ein Szenario wirklich ist. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt:
„Ich hätte nicht gedacht, dass es so anstrengend wird.“
Fazit von Alexander Kraus
Der wichtigste Rat des Trainers:
„Immer achtsam bleiben und die Situation realistisch einschätzen.“
Ju-Jutsu-Techniken seien wertvoll, doch in einer echten Selbstverteidigungssituation komme es vor allem auf einfache, effiziente Bewegungen an – Techniken, die schnell funktionieren, Stress standhalten und vor allem eines ermöglichen: Die Flucht.




