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Stützpunkt mit Gerd Enders PDF
Friday, 15. May 2009

enders.jpgWer schon einmal das Vergnügen hatte, von Gerd beim Bodenrandori spielend leicht verwurstelt worden zu sein, weiß, was für ein Könner hier am Werk ist! - Mit diesen Worten kündigte der Budokan das Stützpunkttraining am Freitag, den 15.05.2009 im Vorfeld an. Der Gerd ist, natürlich der Gerd Enders, 7. Dan Ju-Jutsu der zuhause in Regensburg das Thema "Boden Spezial" im Stützpunkttraining wohl auch nicht zuletzt aufgrund seiner erfolgreichen Judo Laufbahn hervorragend umsetzte. Mehr als 20 Besucher ließen sich die inzwischen seltene Gelegenheit mit dem Meister persönlich zu trainieren nicht entgehen.

"Der Körper muss lernen dem Geist zu gehorchen und das geht nur durch kontinuierliches üben, üben üben."

Beim Thema "Boden Spezial" ist es deshalb naheliegend mit engem Kontakt zu diesem zu trainieren. Nach einer kurzen Aufwärmphase ist Gerd auch gleich dazu übergegangen das es enorm wichtig ist die Bewegung seines Partners zu spüren. Die ideale Trainingsform dafür ist das Randori. Im leichten Bodenrandori ging es darum die Befreiungsversuche des Partners zu spüren und nur durch einnehmen einer anderen Position dieses zu Verhindern oder zu erschweren. Dabei ist es besonders wichtig den Kontakt zum Partner stets zu halten, da dieser die Distanz sonst unmittelbar zu seinen Gunsten nutzen kann.

"Technik vor Kraft. Wer die Technik beherrscht, kann auf die Kraft größtenteils verzichten."

Engen Kontakt nicht zuzulassen ergibt demnach die Wechselwirkung zu Kontakt halten mit dem Vorteil beim Verteidiger in den Befreiungssituationen. Wird der Verteidiger zu Boden gebracht und der Angreifer setzt einen Festhalter an, ist es für den Verteidiger wichtig den Kontakt zum Angreifer möglichst weit zu halten. Dies wird z.B. durch die Verteidigungslage am Boden bestens gewährleistet. Man ist fast immer in der Lage ein Bein oder einen Arm zwischen den Angreifer und sich selbst zu bringen, was natürlich, für den Moment  zu einem Nachteil des Angreifers führt.

"Der Körper kann nur eine Ungleichmäßigkeit gleichzeitig ausgleichen. Deshalb den Angreifer an mehreren Stellen gleichzeitig ins Ungleichgewicht bringen."

Daraus ergibt sich z.B. auch der Eingang beim Bodenrandori. Zug am Bein in die eine und Schub am Oberkörper in die entgegengesetzte Richtung ist ein Angriff den der Körper nur sehr schwer kompensieren kann da dieser sich nur auf die Abwendung einer Unregelmäßigkeit gleichzeitig konzentrieren kann.

"Es gibt keine Ju-Jutsu Technik die mit der Zunge ausgeführt wird. Fünf Liegestütze, alle!"

Die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Der Gerd ist ein Künstler wenn es darum geht auch die einfachsten Techniken in ihre Grundstrukturen zu zerlegen und zu vermitteln. Jede Technik hat irgendwo diese kleinen Nuancen von äußerst wichtigen Details die es zu verstehen gilt. Für die Bodentechniken konnte wohl Ausnahmslos jeder Teilnehmer dieses Stützpunkttrainings etwas mit nach Hause nehmen.

Jürgen Albersdorfer, Team Bushido

 
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